WOCHENENDE  RIGA „ALL  INKLUSIVE“

4 TAGE / 3 NÄCHTE

  • TAG 1 / RIGA (ANKUNFT)

    • Ankunft in Riga
    • Orientierungstour Riga (Ankunftszeit bis 14 Uhr)
    • Transfer zum Hotel
    • Unterbringung
  • TAG 2 / RIGA

    • Frühstück im Hotel
    • Panorama-Rundgang durch das historische Zentrum von Riga
    • Innerer Besuch der Zentralmarkthalle, alten Luftschiffen Hangar*
    • Besuch der Johanneskirche*
    • Besuch der Jacobikirche (St. James)*
    • Außenansicht der St. Petrikirche
    • Besuch des Doms (Kathedrale von Riga)*
    • Am Nachmittag: Besuch des Art Nouveau-Viertels
  • TAG 3 / RIGA – RUNDALE – JELGAVA – JURMALA - RIGA

    • Frühstück im Hotel
    • Abreise nach Rundale
    • Innerer Besuch des Schlosses Rundale*
    • Abreise nach Jelgava
    • Jelgava Panoramatour
    • Abreise nach Jurmala**
    • Besuch von Jurmala, Badeort „BelleÉpoque“ (Spaziergang im Freien)*
    • Rückkehr nach Riga
  • TAG 4 / RIGA (ABREISE)

    • Frühstück im Hotel
    • Transfer zum Flughafen

    Option: Besuch von Riga Ethnographischen Freilichtmuseums (abhängig von dem Flugplan)

    *Wer keine „Innenbesichtigungen“ von Gebäuden machen möchte, kann sich bis zum nächsten Gruppentreffpunkt selbstständig umsehen.

    **Während der Nebensaison wird Jurmala Panoramatour bei dem Stopp in Bauska und Außenansicht des Schlosses ersetzt.

DETAILED PROGRAM

TAG 1 / RIGA (ANKUNFT)

Ankunft in Riga.

Orientierungstour Riga (Ankunftszeit bis 14 Uhr). Riga, die Hauptstadt Lettlands, ist die größte und zugleich kosmopolitischste der drei baltischen Hauptstädte. An den Ufern des Daugava gelegen und nur etwa 10 km von der Ostsee entfernt, war Riga ein wichtiger Handelsplatz der Wikinger und, später, der deutschen Kaufleute. Im 12. Jahrhundert erreichten deutsche Missionare das Land und bereits kurze Zeit später rief der Papst einen Kreuzzug aus, um die baltischen Stämme mit Gewalt zum Christentum zu konvertieren. Albert von Buxhoeveden, Erzbischof von Bremen, führte die christliche Armee 1201 an. Er stärkte und befestigte Riga, das unter seiner Herrschaft eigene Münzen prägte und 1221 eine eigene Verfassung unterzeichnete. Nach Alberts Tod setzte die Stadt ihre Entwicklung fort und wurde 1281 Mitglied der Hanse. Der deutsche Adel regierte die Stadt, wenn auch unter sich stetig ändernden Vorzeichen: Den polnischen Herrschern folgten schwedische, die wiederum von russischen Herrschern abgelöst wurden. Nach der Annektierung durch Peter den Großen im Jahr 1721 erlebte die Stadt einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung. Hinter St. Petersburg, Moskau und Warschau wurde Riga zur viertwichtigsten Stadt des Russischen Reiches und zugleich zu seinem wichtigsten Hafen. Zwischen 1920 und 1940 wurde es Hauptstadt des jetzt unabhängigen Landes. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Lettland – ebenso wie die beiden anderen baltischen Republiken – gewaltsam in die Sowjetunion eingegliedert. 1991 bekam Lettland seine Unabhängigkeit zurück, Riga wurde wieder Hauptstadt und gewann seinen alten Glanz zurück. Das historische Zentrum Rigas wird als Weltkulturerbe der UNESCO geführt und Riga darf sich 2014 mit dem Titel „Kulturhauptstadt Europas“ schmücken.

Transfer zum Hotel.

Unterbringung.

TAG 2 / RIGA

Frühstück im Hotel.

Panorama-Rundgang durch das historische Zentrum von Riga. Rigas Zentrum weist eine unglaubliche Vielzahl unterschiedlicher architektonischer Stilrichtungen auf: Gotik, Renaissance, Barock, Klassizismus, Art Nouveau, Jugendstil und Nationalromantik. Vor allem die Moderne nimmt mit ihren zahlreichen, aufwändig dekorierten Art Nouveau-Gebäuden eine absolute Sonderstellung ein. Aber auch die aus dem 19. Jahrhundert stammenden, noch erhaltenen Holzbauten sind einzigartig. Das historische Zentrum Rigas erkunden wir zu Fuß. Die außerordentlich gut erhaltenen, gepflasterten Straßen und die mittelalterliche Atmosphäre geben die charmante Kulisse ab für die wunderschönen Häuser der reichen Kaufleute der Hanse. Wir beginnen unsere Tour mit einem Blick auf das 1330 errichtete Schloss Riga, eines der am besten erhaltenen Schlösser Nordeuropas und heute Sitz des Präsidenten von Lettland sowie des Nationalen Historischen Museums. Weiter führt uns unser Weg an Teilen der alten Stadtmauer vorbei und wir werfen einen Blick auf das Schwedentor sowie den Pulverturm, bevor wir das alte Nonnenkloster und HeiliggeistHospital sehen. Einige der ältesten Gebäude der Stadt stehen auf unserer Liste, wie das Haus der Drei Brüder, die älteste Residenz in Riga, das Haus der Schwarzhäupter, Sitz der berühmten Bruderschaft von Kapitänen und Hanse-Kaufleuten, sowie die erst später erbauten Hallen der Kleinen und Großen Gilde, die das kulturelle Zentrum der Handwerker und Händler waren. Auch die wichtigsten religiösen Gebäude der Stadt stehen auf dem Programm: die Jacobikirche, die Johanneskirche, die St. Petrikirche und der Rigaer Dom (Kathedrale von Riga). Wir beenden unseren Gang auf dem alten Marktplatz vor dem Rathaus.

Besuch der Zentralmarkthalle in Riga, alten Luftschiffen Hangar. Dies ist der größte Markt in den Baltischen Staaten und einer der größten auf dem europäischen Kontinent. Die fünf im Art Nouveau-Stil errichteten Pavillons sollten ursprünglich als Zeppelin-Hangar dienen, wurden dann aber für den Zentralmarkt genutzt. Das Projekt aus dem Jahr 1930 war das größte seiner Art vor dem Krieg. An der wesentlichen Funktion des Marktes als größtes und beliebtestes Shopping- und Handelszentrum der Stadt hat sich seitdem nichts geändert. Bauern aus allen Teilen des Landes kommen hierher und bieten ihre Ware feil: Gemüse, Beeren, Früchte, Fisch, Fleisch, Milchprodukte und natürlich jede Menge weiterer landwirtschaftlicher Produkte – eine Freude für die Sinne!

Besuch der Johanneskirche. Diese Kirche diente, als sie im Jahre 1234 erbaut wurde, zunächst als Kapelle für ein Dominikanerkloster. Erst im späten 13. Jahrhundert wurde sie wieder zu einer Kirche umfunktioniert. Im 16. Jahrhundert übergab König Stefan Bathory die Kirche an die lutherische Gemeinde. Zum Besitz gehören auch mehrere bekannte Werke sakraler Kunst, die in der Kirche zu bewundern sind.

Besuch der Jacobikirche (St. James). 1225 erbaut, ist diese Kathedrale eine der ältesten Kirchen in Riga. Während der Reformation wurde die Kathedrale 1523 zur ersten protestantischen Kirche in Riga. Allerdings wurde die Kirche nur 60 Jahre später – als die Stadt unter polnisch-litauische Herrschaft geriet – von König Stefan Bathory an die Jesuiten übergeben: eine Maßnahme der Gegenreformation, die Kirche wurde wieder katholisch. Mit der Invasion Gustavs von Schweden im Jahr 1621 fiel die Kirche wieder in lutherische Hände. 1812, als Napoleon auf seinem Weg nach Russland auch Riga vereinnahmte, diente die Kirche gar als Lager für Lebensmittel. Schließlich wurde die Kirche 1923 wieder an die Katholiken übergeben. Der eigentliche Name der Kirche ist St. James, doch gibt es im Lettischen – so wie in vielen anderen Sprachen auch – lediglich einen einzigen Namen für Jakob und James.

Außenansicht der St. Petrikirche. Ein wunderschönes gotisches Gebäude aus dem Jahr 1209. Die durch Bombardements im Zweiten Weltkrieg entstandenen Brandschäden sind sorgfältig restauriert worden.

Besuch des Doms (Kathedrale von Riga). 1211 in der Nähe des Daugava erbaut, ist der Dom ein gotisches Meisterwerk und zugleich die größte Kirche der drei baltischen Staaten. Auch andere Stile wie Romanik, Barock und sogar Art Nouveau findet man im Dom. Innen vermittelt der protestantische Dom einen Eindruck von Strenge und Nüchternheit, der durch die teilweise mehr als zwei Meter dicken Wände verstärkt wird. Die exzellente Orgel, die größte in Europa, hat den Dom berühmt gemacht. Im Jahre 1844 wurde die aus vier Klaviaturen und 6.700 Pfeifen bestehende Orgel eingeweiht.

Am Nachmittag: Besuch des Art Nouveau-Viertels. Mit mehr als 750 Gebäuden, die mit ganz unterschiedlichsten Fassaden und zahlreichen dekorativen Elementen geschmückt sind, präsentiert sich in Riga die größte Art Nouveau-Sammlung der Welt. Die Bauphase begann Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts; die berühmtesten und faszinierendsten Gebäude sind allerdings dem Jugendstil zuzurechnen, charakteristisch für die Periode zwischen den Kriegen. In Riga sind zwei Ausprägungen des Art Nouveau vorherrschend: rationalistisch-perpendikular mit vertikalen Linien, und nationalromantisch, was ein Nebeneinander traditioneller Architektur und natürlicher Materialien bedeutet. 1997 hat die UNESCO eine Fläche von 475 Hektar im Zentrum Rigas zum Weltkulturerbe erklärt. In dieser Gegend sowie in den angrenzenden Bezirken am rechten Ufer des Daugava schlägt das historische Herz Rigas. Auch der größte Teil des Art Nouveau-Viertels genießt UNESCO-Schutz.

TAG 3 / RIGA – RUNDALE – JELGAVA – JURMALA – RIGA

Frühstück im Hotel.

Abreise nach Rundale.

Besuch des Schlosses Rundale. Dieser Palast war die Sommerresidenz des Herzogs von Kurland-Semgallen, Ernst Johann von Biron. Von Biron war in eine Familie hineingeboren worden, die der Kettler-Dynastie, den Herzögen von Kurland-Semgallen, zu Diensten stand. Später diente Von Biron dem russischen Botschafter Bestuschew. Dieser war nicht nur einer der mächtigsten Männer im Herzogtum, sondern auch der Liebhaber der russischen Prinzessin Anna Iwanowna. Als Mann von stattlichem Aussehen gelang es Von Biron, seinen Herrn als Liebhaber der Prinzessin abzulösen. Als diese 1730 Kaiserin (Zarin) wurde, belohnte sie Von Biron mit Ländereien, Geld und Titeln. Er folgte ihr nach Russland und erweiterte seinen Einfluss bei Hofe kontinuierlich. Schon bald war er der mächtigste Mann im Russischen Reich. Als der letzte Herzog von Kurland-Semgallen aus der Kettler-Dynastie 1737 ohne einen Erben starb, gelang es Kaiserin Anna Iwanowna, das Herzogtum für ihren Günstling zu sichern. Von Biron kehrte somit als Herzog in seine Heimat zurück und führte fortan ein opulentes, extravagantes Dasein. Nur kurze Zeit nach seiner Ankunft gab er zwei luxuriöse Paläste bei Bartolomeo Rastrelli, dem berühmtesten Architekten St. Petersburgs, in Auftrag: Palast Jelgava als Hauptsitz und Schloss Rundale als Sommerresidenz. In Rundale entstand ein herrlicher Barockpalast nach italienischem Vorbild mit harmonischen Proportionen, verschwenderischer Stuckdekoration und herrlichen französischen Gärten. Nach dem Tod des Herzogs wechselte der Palast mehrmals seinen Besitzer – vorübergehend gehörte er auch zum Eigentum der Familie Schuwalow und sogar den sowjetischen Behörden. Erst kürzlich renoviert wird er heute von der lettischen Regierung genutzt, um wichtige Staatsgäste sowie Staatsoberhäupter unterzubringen. Zu den faszinierendsten Sälen gehören das Goldene Wohnzimmer, das Weiße Wohnzimmer sowie die Große Galerie und natürlich die herzoglichen Privaträume, alle im Rokoko Stil.

Abreise nach Jelgava.

Jelgava Panorama-Tour. Diese alte Stadt aus dem 10. Jahrhundert liegt etwa 40 km von Riga entfernt. Später, im 13. Jahrhundert, machte der Deutsche Orden die Stadt zu einer seiner wichtigsten Festungen und gab ihr den deutschen Namen Mitau. Nach der Vertreibung des Ordens wurde Riga die Hauptstadt des Großherzogtums von Kurland und Semgallen, einer historischen, von den Dynastien Kettler und Biron beherrschten Region. Mehrere Jahrhunderte gelang es diesen Dynastien, an der Macht zu bleiben – auch wenn das Land in diesem Zeitraum von verschiedenen Mächten erobert wurde, unter anderem auch von Litauen, Polen und Schweden. 1795 wurde das Herzogtum zur Provinz im Russischen Reich. Während des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile der Stadt zerstört, die nach Kriegsende von der russischen Besatzungsmacht wiederaufgebaut wurden. Heute ist Jelgava eine kleine Stadt mit ruhiger Provinzatmosphäre.

Trotz der im Zweiten Weltkrieg entstandenen Schäden und des anschließenden Wiederaufbaus im sowjetischen Stil gibt es immer noch Spuren einer glorreichen Vergangenheit. In der Altstadt werden wir die Gelegenheit haben, einen bewundernden Blick auf einige historische Gebäude zu werfen, beispielsweise auf den Palast Valdecka, ein Patrizier Herrenhaus des deutschen Adels. Zu den religiösen Bauten, die wir sehen werden, gehören die lutherische Annekirche, das älteste Gebäude der Stadt, die römischkatholische Georgsund Marienkathedrale, im neogotischen Stil errichtet, die orthodoxe Annaund Simeonkathedrale sowie der Turm der Heiligen Dreifaltigkeitskirche. Die Petrina Akademie wurde im 18. Jahrhundert in einer einzigartigen Stilmischung aus Spätbarock und frühem Neoklassizismus errichtet und ist ein altes spirituelles Zentrum des Herzogtums. Das weitaus beeindruckendste Gebäude von allen ist ohne Zweifel der Jelgava Palast.

Abreise nach Jurmala.

Besuch von Jurmala, Badeort „Belle Époque“. Der größte Badeort der Baltischen Staaten ist für seine natürlichen Reichtümer bekannt: das milde Klima, die gesunde Seeluft, der therapeutische Schlamm und das Mineralwasser. Die Hauptattraktion Jurmalas sind seine fast 33 Kilometer langen, weißen Sandstrands, eingebettet in große Pinienwälder und den Lielupe, der zugleich die natürliche Grenze der Stadt bildet. Von den mehr als 3.500 traditionellen Holzhäusern, die Rigas Elite einst als Sommerresidenz dienten, stehen heute die meisten unter Denkmalschutz.

Rückkehr nach Riga.

*Während der Nebensaison wird Jurmala Panoramatour bei dem Stopp in Bauska und Außenansicht des Schlosses ersetzt.

Außenansicht des Schlosses Bauska. Im Süden Lettlands nahe der Grenze zu Litauen liegt dieses Schloss in pittoresker Umgebung – auf der Spitze eines Hügels, umgeben von den Flüssen Musa und Memel. Der Gebäudekomplex besteht aus zwei Schlössern: dem älteren, vom Livonischen Orden in den Jahren 1443 bis 1457 erbauten Teil mit eindeutig militärischem Charakter. Dieser Teil, der die Südgrenze Livoniens vor dem mächtigen Herzog von Litauen schützen sollte, liegt heute überwiegend in Ruinen. Der andere, im 16. Jahrhundert vom Herzog von Kurland errichtete Komplex hatte vor allem residentiellen Charakter und ähnelte eher einem befestigten Palast. Der gesamte Komplex ist von einem Wall umgeben. Wir werden uns eine kleine Ausstellung ansehen und einen kurzen Spaziergang durch die herrliche Umgebung unternehmen.

TAG 4 / RIGA (ABREISE)

Frühstück im Hotel.

Transfer zum Flughafen.

Option (abhängig von dem Flugplan): Besuch des Riga Ethnographischen Freilichtmuseums. Dieses Freilichtmuseum aus dem Jahr 1924 sollte die für die vier Regionen Lettlands – Kurzeme, Zemgale, Vidzeme und Latgale – typischen Anwesen zeigen. 1928 wurde mit einer Dreschscheune aus dem 18. Jahrhundert das erste Gebäude am Jugla See errichtet. 1932 wurde das Museum für das Publikum geöffnet – sechs Häuser aus den Regionen Vidzeme und Latgale waren die ersten Exponate. Heute besteht die Sammlung des Ethnographischen Museums aus 114.000 Stücken, darunter 120 alte Gebäude mit mehr als 3.000 Haushaltsgegenständen auf einer Fläche von etwa 87 Hektar. Ein Querschnitt durch die Bevölkerung sowie die meisten ethnischen Gruppen sind mit ihrer Kultur hier vertreten – eine einmalige Gelegenheit, mehr über das traditionelle ländliche Leben in Lettland zu erfahren.

Die Reihenfolge der Besichtigungen und Ausflüge kann aufgrund der örtlichen Anforderungen geändert wird.

HOTELS

RIGA

3* Sup.: Rija VEF Hotel, Primo, oder vergleichbar

4* Sup.: Islande, Bellevue, oder vergleichbar

Alle unsere Hotels befinden sich im oder in der Nähe des Stadtzentrums.